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Schraubertage 31.12.2008 |
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Wenn man seinen Töff vor der Reise verschiffen muss, hat man den Vorteil, dass sich der Vorbereitungsstress auf zwei Phasen verteilt. Es gibt keine Nachtschicht vor der Abreise nach Tunesien, wo man noch schnell den Hecktank montieren, den gebrochenen Hebel ersetzen und dann, ach ja, noch packen muss. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass der Stress wirklich kleiner ist. Auf jeden Fall verbringe ich vor Weihnachten jede freie Minute in der Garage um meine Adventure reisefertig zum machen.
Ein paar Tage vor Weihnachten finde ich in der Umlenkung der Schwingendämpfung noch ein Lager, das in der Produktion seine Portion Fett nicht erhalten hat und deshalb komplett verrostet ist. Das ist nun definitiv zuviel des Guten und die Adventure muss noch mal schnell zu Odermatt nach Alpnach, der netterweise seinen Zeitplan umstellt und meinen Patienten vorzieht.
Als nächstes ist die Transportkiste dran. David und Isabel haben von ihrer letzten Reise bereits eine Kiste und deshalb einen nicht zu vernachlässigenden Vorsprung. Nachdem sich einige Kilo Alteisen, x-Meter Schweissdraht und unzählige Nieten zusammengefunden haben, scheint auch diese Aktion zu einem guten Ende zu finden. Muss es auch, es ist inzwischen der 28. Dezember und am nächsten Tag habe ich mich mit David und Isabel verabredet, um die drei Töffs in Winterhur in die Kisten zu verpacken.
Nachdem am Abend alles auf dem Anhänger verladen und bereit zur Fahrt nach Winterthur ist, läutet kurz vor Mitternacht das Telefon. Es ist David mit der Neuigkeit, dass ein Gewinde des Steuerkettenspanners an seinem Motor ausgerissen ist. Ich geh erst mal schlafen...
Natürlich lassen wir uns von einem kleinen M6-Gewinde den Spass nicht verderben. Helicoil ist unser Freund und der Steuerkettenspanner hält so gut wie nie zu vor.
Der Staplerfahrer, der das letzte Mal Davids und Isabels Kisten in den Container verladen hatte, war entweder auf ziemlich krassen Drogen oder hat den Führerschein im Lotto gewonnen. Sie sind dermassen verbeult, dass sie sich nicht mehr zusammen schrauben lassen. Mit dem Einsatz von schwerem Gerät und nach dem Moto „wenn’s mit Gewalt nicht geht, dann geht’s vielleicht mit etwas mehr Gewalt“ bringen wir die Kisten mit Müh und Not wieder passend.
Der Rest geht zügiger von der Hand. Die zwei wasserdichten Werkzeugbehälter, die für uns von Stalder Sanitär aus einem Abflussrohr zusammengeschweisst wurden (merci Sprint!) und die Bikestart Hochstromdosen müssen noch montiert werden und dann kommen die Adventures in die Kisten.
Am Abend des 31. Dezembers sind alle drei Kisten bereit zum Transport. Uff, Jahresziel knapp erreicht.
Text: Fabi  
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