Endlich ist es soweit, am 21. August 2011 starten wir (Marc und Susi) in Graz nach scheinbar unendlich langer Vorbereitung unsere Reise Richtung Afrika. Tam wird auf seiner Honda Ende September in Wales starten und dann kurz vor der syrischen Grenze Mitte Oktober zu uns stoßen. Unser Plan ist von Europa über die Ostküste Afrikas nach Namibia zu fahren.
Unser Team besteht aus Susi aus Österreich (30), Lehrbeauftragte für Geometrie in Innsbruck, Marc aus Deutschland (24), Architekturstudent in Innsbruck und Tam aus Wales (29), Outdoorinstructor.



Warum die Vorbereitungen dermaßen lange gedauert haben, erklärt sich umso schneller: Wir haben noch nie etwas in der Art gemacht. Die einzigen Erfahrungen auf die wir motorradtechnisch zurückgreifen können sind:


Marc und Susi: 2 Wochen Österreich- Ungarn- Rumänien 2009 Auf der Suche nach Offroad-Pisten (Das war zwei Wochen nachdem Marc seinen Motorradführerschein gemacht hat)
Tam und Susi: 9 Tage Kambodscha auf Leihmotorrädern 2008 (Tam hatte gar keinen Motorrad-Führerschein)
Susi: 1999 (2 Monate nach Führerscheinerhalt, trotz 1. und auch 2.Motorradunfall und 6-wöchigem Gips) Österreich- Italien- Griechenland. Danach 8 Jahre Motorradpause…

Jetzt haben wir soweit alles zusammen. Unsere Motorräder, Marcs KTM 640 LC4 (“Diablo“) und Susis LC4 400 military sind fast startbereit. Die 400er, auch liebevoll Luzifer genannt, müssen wir noch ein wenig tiefer legen, da das Stiefelaufdoppeln allein noch immer nicht ausreicht um das Unfallrisiko durch zu viel Bodenfreiheit zu minimieren.



Der Lohn vieler ebay-Auktionen und nächtelanger Internetrecherchen liegt ausgebreitet vor uns. Fast schon stolz blicken wir auf unsere Ausrüstungsgegenstände, die nicht zuletzt dank einiger Packlisten erfahrener Enduristen soweit wie möglich gewichts- und platzoptimiert sind. Das eine oder andere Gramm hätten wir sicher noch sparen können wenn wir nur high-end Produkte im Campingbereich gekauft hätten, aber das war budgettechnisch dann wirklich nicht mehr vertretbar. Aber dank der Satteltaschen haben wir eine Erleichterung von 10kg was uns auf jeden Fall hilft, das Ganze gelassener zu sehen.
Die Dokumente (Carnet de Passage, internationaler Führer- und Fahrzeugschein, Zweitpass) sind gepackt, jetzt steht uns nichts mehr im Weg!

