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Die Vielfalt Eurpoas
Griechenland, 12.09.2011
Seit drei Wochen sind wir jetzt schon unterwegs und haben bereits viele neue Länder gesehen und Kulturen kennengelernt. Bis jetzt waren das Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien und aktuell Griechenland. So etwas scheint nur in Europa möglich.

Manche dieser Länder haben wir bis jetzt nur vom Namen her gekannt und Erzählungen waren häufig nicht sehr positiv. Beispiel Albanien: Wir hätten vor einigen Monaten nicht daran gedacht, das Land zu bereisen. Gut, dass wir uns anders entschieden haben, wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Albaner hilfsbereite und freundliche Menschen sind. Vom Kleinkind bis zu den Alten, fast jeder winkt und grüßt uns im Vorbeifahren.

Als Marc seinen Platten hatte, waren wir gerade in einer kleinen Siedlung, die trostlos und verlassen schien. Wir wurden eines besseren belehrt, bereits nach wenigen Minuten sind neugierige Kinder und Andere gekommen, die uns geholfen haben, wie auch die Bilder zeigen.




Wir sind häufig auf sogenannten „Hauptstraßen“ gefahren (in Wirklichkeit aber kilometerlang Schotter und Schlaglöcher) und das mit im Schnitt 25 km/h. Wir würden es für europäische Verhältnisse als Offroad bezeichnen. Einmal haben wir an einem kleinen Restaurant für die Straßenarbeiter angehalten. Nach einer Stunde Posieren der Arbeiter (etwa gleich alt wie wir) auf unseren Motorrädern wurden wir auf Getränke eingeladen und der Restaurantbesitzer bedankte sich dafür, dass er und die anderen durch uns eine Stunde Spaß hatten. Unglaublich! Soo nett!




Auch die albanische Polizei ist recht lustig. Sie verteilen keine Strafzettel fürs zu schnelle Fahren, sie deuten nur, etwas langsamer zu fahren. Wir sind immer wieder überrascht, dass wir bis jetzt noch keinen Ärger bekommen haben, obwohl wir alles Erdenkliche dafür tun. Konsequente Ignoranz bei Tempolimits (teilweise wirklich unverständlich), Überholen bei doppelter Sperrlinie… aber wir sind in guter Gesellschaft, so fährt hier jeder.

Bereits kurz nach der Grenze zu Mazedonien lässt sicher der höhere Standard des Landes nicht leugnen, gute Straßen, schöne Städte, die italienischen Flair versprühen. Trotzdem ist es viel günstiger. Das Land ist definitiv einen Besuch wert! In Mazedonien waren wir dann ein paar Tage am gleichen Ort.

Dort haben wir festgestellt, dass wir bis jetzt keinen guten Reiserhythmus gefunden haben. Wir fahren lang und viel und genießen die Länder nicht für sich. Wir stehen früh auf, Susi manchmal schon vor 6, um nicht in der Mittagshitze zu fahren und steigen dann doch erst am Nachmittag wieder von den Maschinen um eine günstige Unterkunft zu suchen, etwas zu essen zu finden und todmüde ins Bett zu fallen. Aber wir beginnen gerade, das zu ändern. Wir wollen die wunderbaren Dinge, die an unserem Weg liegen genießen und nicht nach Dingen in der Zukunft suchen, die vielleicht noch besser sein könnten.




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