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Von den Alpen in die Anden Renè auf seinem Weg durch Südamerika |
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Irgendwann im Jahr 2008 habe ich den Entschluss gefasst, mal etwas länger mit dem Töff unterwegs zu sein. Solch einen Entschluss kann man Jahre vor sich herschieben oder man geht gleich am nächsten Tag zu seinen Chef und fragt ob es denn möglich sei, mal drei Monate frei zu bekommen. Da er selbst in früheren Jahren in Afrika unterwegs war hat er sein OK gegeben. Unter der Bedingung dass die Tour im Winter stattfindet, da ich in der Baubranche schaffe. Für mich war das ideal: Ich wollte nach Südamerika und dort ist dann Sommer.
Meine Reise begann in Santiago de Chile, von wo ich zur ersten Überquerung der Anden nach Argentinien startete. Einige hundert Kilometer weiter nördlich habe ich die Anden ein zweites Mal überquert, um einen meiner Träume zu verwirklichen: Die Dakar Rallye mit all den Motorradprofis live zu erleben. Zusammen mit Klaus und Thomas bin ich der Dakar für einige Tage gefolgt, bevor wir weiter nach Bolivien gefahren sind. Von La Paz haben wir einen Abstecher zur Camino de la Muerte unternommen, der gefährlichsten Strasse der Welt. Ob es wirklich die gefährlichste Strasse der Welt ist, weiss ich nicht. Aber wenn es neben der Strasse 600m runter geht, die Piste sehr eng und rutschig ist und die Sicht durch Nebel behindert wird, dann ist das zumindest ein grossartiges Abenteuer. Weiter ging es nach Peru, wo wir dem Colca Canyon gefolgt sind, dem mit 1200m vom Rand bis zum Fluss tiefsten Canyon der Welt.
Leider hatte ich ein paar Tage später, als ich wieder alleine unterwegs war, einen schlimmen Unfall. Beim Queren eines trockenen Flussbetts bin ich von einem Lastwagen angefahren worden. Der Lastwagen hat mein rechtes Bein ziemlich komplett zerschmettert und meine KTM 950 Adventure als Wrack zurückgelassen. Ich wurde dann ein ein sehr rudimentäres Spital gebracht, wo meine Verletzungen nicht adäquat behandelt werden konnten. Wegen der Überschwemmungen in Peru zu dieser Zeit war es kaum möglich, irgendwen zu kontaktieren oder eine Evakuierung zu organisieren. Nach zwei Wochen konnte ich dann endlich nach Lima und von da weiter in die Schweiz ausgeflogen werden.
In der Zwischenzeit hatte ich einige Operationen und es gelang mir, meine KTM von Grund auf wieder neu aufzubauen. Nur der Hauptrahmen, der Motor und das Hinterrad konnten wiederverwendet werden. Mein von Marc Coma und Cyril Despres signiertes Windschild ging beim Unfall leider auch in die Brüche, aber bei uns im Wohnzimmer macht es sich immer noch hervorragend.
Wenn immer ich etwas Zeit finde, werde ich den Reisebericht mit den noch fehlenden Etappen ergänzen! Also, schau ab und zu mal rein.  
Reisebericht 
19.10.2009 | Bei 2° und endlosem Regen auf dem Töff nach Würzburg, im LkW nach Hamburg und mit dem Flieger nach Hause: Monstertrip zum Hafen | 24.11.2009 | | 01.12.2009 | Tourstart in Santiago de Chile (CHL) | 15.12.2009 | Das Motorrad aus dem Zoll holen, die erste Party der Tour feiern und und die Grenze zu Argentinien auf dem 4779m hohen Paso de Agua Negra überqueren: Niemandsland | 10.01.2010 | Ich bewundere die Dakar-Profis, gehe ihnen bei ein paar Reparaturen zur Hand und lasse meine KTM von Marc Coma und Cyril Despres signieren: Auf Tuchfühlung mit der Dakar | 14.01.2010 | | 16.01.2010 | Die gefährlichste Strasse der Welt wollten wir natürlich nicht auslassen! Entlang steiler Abhänge und durch dichte Vegetation windet sie sich: El Camino de la Muerte |


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